Kommentar

Elektronikszene Wien: Okay, Computer?

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 36/05 vom 07.09.2005

Die sogenannte Wiener Elektronikszene hat ein Problem, und das seit Jahren. Wird man als Journalist nach der aktuellen Qualität des Geschehens gefragt, kann man zwar einige herausragende Figuren nennen, muss generalisierend aber ehrlicherweise mit "vermutlich eh okay" antworten. Sogar Protagonisten der Szene selbst tun sich mit einer seriösen Einschätzung des Treibens um sie herum vielfach schwer, das einst so große internationale Medieninteresse ist ohnehin längst Geschichte.

Genau an diesem Punkt setzt die vorerst ohne Budget auskommende und ausschließlich vom Idealismus aller Beteiligten getragene Veranstaltungsreihe "Picknick am Wegesrand" (siehe Artikel auf Seite 52) an: Lokale Acts sollen erstmals seit Jahren wieder gebündelt vorgestellt, angrenzende Bereiche wie Improvisation und Avantgardepop ebenfalls bedacht werden. Nebenbei will man auch noch auf die ökonomischen Rahmenbedingungen der künstlerischen Arbeit hinweisen. Bei allem Respekt fürs große Engagement Einzelner


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