"BROKEN FLOWERS"

Zu cool für Kitsch

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 36/05 vom 07.09.2005

Es gibt nichts Traurigeres als einen Mann in einem Trainingsanzug. Don Johnston besitzt gleich mehrere davon. Er ist Junggeselle, hat ein Vermögen mit Computern gemacht und sich dann zur Ruhe gesetzt. Und zwar endgültig. Als seine Freundin Sherry ihre Koffer packt, bringt er nur mit Mühe die Energie auf, sie wenigstens pro forma zum Bleiben zu bitten. Früher soll Don so eine Art von Don Juan gewesen sein, heute schaut er aus wie ein ungemachtes Bett und pennt auf der Couch vor dem Fernseher. "Irgendwie einsam hier", meint Winston, sein Nachbar und einziger Freund, der am Abend kurz vorbeischaut.

  "Broken Flowers" beginnt mit zwei gegenläufigen Bewegungen, dem Auszug von Sherry und dem Eintreffen eines anonymen Briefs (rosa Umschlag, rosa Briefpapier, rote Maschinenschrift), der "Quittung" für eine zwanzig Jahre zurückliegende Affäre. Don erfährt, dass er einen Sohn hat, der eventuell auf der Suche nach ihm ist. Winston, der glücklich verheiratet, Vater von fünf Kindern und

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