"Glück für alle, umsonst"

GERHARD STÖGER | Kultur | aus FALTER 36/05 vom 07.09.2005

MUSIK Die Veranstaltungsreihe Picknick am Wegesrand leistet die umfangreichste Bestandsaufnahme der Wiener Elektronikszene seit Picknick mit Hermann anno 1997 und wirft bei der Gelegenheit auch grundlegende kulturpolitische Fragen auf. 

Die elektronische Musik ist in Wien spannend wie immer, nur bekommen das Entscheidungsträger in Kunst, Kultur und Wirtschaft kaum mehr mit", sagt Patrick Pulsinger, der als DJ und Produzent zu den international renommiertesten Vertretern dieser Szene gehört. "Die wirklichen Innovatoren haben sich in Onlinecommunities wie den FM4-Soundpark zurückgezogen; Lichtblicke wie play.fm (Webradio und Clubkulturdatenbank, Anm. d. Red.) müssen sich mit Ach und Krach über Wasser halten. Im Ausland registriert das Geschehen niemand mehr, und leben kann man als junger toller Musiker schon gar nicht davon."

  Alles gut also und aber auch wieder nicht innerhalb jener Musikszene, die für Wiens bedeutendsten Kulturexport der letzten Zeit verantwortlich ist? Es hat

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