Leberkäse im Weltraum

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 36/05 vom 07.09.2005

LITERATUR Martin Amanshausers Roman "Alles klappt nie" beamt die österreichische Gegenwart ins Jahr 2020 und ist ziemlich lustig. 

Martin Amanshauser ist bekannt dafür, sich schlimme Dinge für die Zukunft auszudenken. In seinem Roman "Nil" etwa, der im Jahr 2010 spielt, ist Vera Russwurm österreichische Bundespräsidentin. Das darf mittlerweile als unwahrscheinich gelten: Wenn Heinz Fischer seinen Job als "King of Swing"-Präsident der Zweiten Republik weiter so cool erledigt, wird ihm die Wiederwahl niemand streitig machen.

  In seinem jüngsten Opus hat sich Amanshauser, Jahrgang 1968, noch was viel Ärgeres ausgedacht. Unter dem bezeichnenden Titel "Alles klappt nie" wirft er einen Blick ins Jahr 2020, und der Leser muss entsetzt feststellen, dass alles insofern beim Alten geblieben ist, als es so kam, wie es kommen musste: Magna-Chef Frank Stronach verdient jetzt seine Kohle damit, dass er vom All aus leuchtende Firmenlogos aufs Firmament projizieren lässt, Peter Westenthaler


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