Zensur, na und?

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Die österreichische Öffentlichkeit im Vergleich zur deutschen: Wir sind ruppig, schlampig, pampig.

Dem freien Wort in Österreich geht es wie dem Sozialstaat in den USA, Frauenrechten in Saudi-Arabien oder der Küche in Griechenland. Das freie Wort. Zuerst fällt einem dazu ein, dass so eine täglich in der Kronen Zeitung erscheinende Seite heißt, die sich mittlerweile zu einer Doppelseite ausgewachsen hat, wo neben unglaublichen Briefen von Leuten mit erfundenen Namen Verse stehen, die noch schlechter sind als das jämmerliche Windgereime vorn im Blatt. Auf der Seite "Das freie Wort" gibt es mittlerweile auch das freie Bild, ein Bild, das die Redaktion geschmackssicher einrückt, damit man gleich sieht, wer in den Himmel der Aufmerksamkeit gehoben oder in die Hölle der Missachtung gestoßen wird. Auf der Seite "Das freie Wort" hat vor allem einer das freie Wort, der Herausgeber. Er klagt allerdings Leute, die behaupten, er schreibe seine Leserbriefe selber,


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