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FLORIAN KLENK | Vorwort | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

KOMMENTAR Wer Frauenhandel bekämpfen will, muss die Kunden der Kartelle verfolgen - und die Rechte der Frauen massiv stärken. 

Die Veröffentlichung der Telefonprotokolle eines Wiener Callgirlringes in diesem Blatt hat nicht nur Entsetzen und Ekel bewirkt, sondern auch Ratlosigkeit. Kann es denn wirklich so sein, dass Männer, die wir noch immer verharmlosend "Freier" nennen, straflos bleiben, nur weil die gehandelte und gedemütigte Frau, die unter ihnen liegt, den 18. Geburtstag hinter sich hat? Nur die Prostitution mit minderjährigen Opfern von Frauenhändlern ist hier strafbar. Dürfen diese "Schweine", wie die Presse diese Männer nennt, wirklich straflos sein, selbst wenn sie von den Not- und Zwangslagen der Frauen hätten wissen müssen oder sogar davon wussten? Kann es sein, dass Schülerinnen aus Osteuropa von bieder wirkenden Frauenhändlern "zugerichtet" und gedemütigt werden, damit sie sich als "Penthouse-Pets" in den Betten wohlhabender Herren "die Löcher stopfen lassen",

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