Die Halbschwarzen

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

DEUTSCHLAND Im Wahlkampfendspurt dreht sich die Stimmung gegen Angela Merkel und die Unionsparteien. Das hat auch mit der inneren Zerrissenheit der Konservativen zu tun: Die wissen nämlich nicht, was sie tun sollen. 

Dass Angela Merkel einen Hang zu verrutschten Grimassen und schrägen Sätzen hat, ist nicht neu und hat ihr in diesem Wahlkampf nicht viel geschadet. So kämpfte sie sich auch tapfer durch das TV-Duell mit Amtsinhaber Gerhard Schröder am vorvergangenen Sonntag, und nur ausnahmsweise streute sie die berühmten Merkelogismen ein: Etwa, als sie entschlossen bekundete, sobald sie am Steuer säße, würden "die Weichen nach oben" gestellt.

  Sei's drum, schließlich bewirbt sich Angela Merkel um keinen Job bei der Deutschen Bahn. Doch seit der direkten Konfrontation von Kanzler und Herausforderin sind die Weichen für die christdemokratischen Unionsparteien CDU/CSU - um in Merkels Bild zu bleiben - erstmals seit langem wieder nach unten gestellt. In den Umfragen verliert die


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