Oskar und Angie-Chor

Politik | WERNER A. PERGER | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

DEUTSCHLAND Wie Gerhard Schröder versucht, die SPD als Volkspartei zu retten. 

So wie Koizumi hätte es Gerhard Schröder gerne: hoher Einsatz, klarer Sieg. Doch solche Wahltriumphe wie der japanische Ministerpräsident erleben Reformpolitiker in Demokratien nur in Ausnahmesituationen. Europas Regierungschefs, von Griechenland bis Norwegen, wissen: Wer verändert, bezahlt dafür.

  Andererseits: Die Szene ist in Bewegung geraten. Noch ist nicht alles verloren. Die Umfragen entwickeln ihre eigene Dynamik, Schröder liegt in der öffentlichen Gunst wieder vor seiner Herausforderin Angela Merkel. Die Sozialdemokraten holen auf. Die Christdemokraten stagnieren, die FDP wird nervös, ihre bis vor kurzem von allen Instituten gemessene gemeinsame Mehrheit ist weg. Und die große deutsche Medienkoalition gegen Rot-Grün aus Bild, FAZ, Spiegel, Stern und Alice Schwarzer, die täglich, wöchentlich und in Fernsehauftritten CDU-Chefin Merkel als präsumtive Wahlsiegerin und Kanzlerin einer schwarz-gelben


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