PRESSESCHAU

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

Weil das, was in einem Land wie Österreich eigentlich nicht sein darf, gelegentlich doch eintrifft und die KPÖ offenbar bald im steirischen Landtag sitzt, widmen sich nun auch bürgerliche Blätter der roten Gefahr. Die Presse hat bereits jegliche "dunkelrote Bastionen" zwischen der Mur-Mürz-Furche und dem Kärtner Lavanttal aufgespürt. Der Kurier betont eifrig, dass KPÖ-Star Ernest Kaltenegger weniger auf Ideologie und mehr auf konkrete Hilfe setzt. Denn: "Wen interessiert es etwa, dass in Moskau die U-Bahn billiger ist?" Einfacher macht es sich die Kronen Zeitung. Der "Kommunist und ,Engel der Armen', Ernest Kaltenegger sollte nicht unterschätzt werden", schreibt das Kleinformat, "weil er - wie viele Steirer sagen - in Wirklichkeit gar kein echter Kommunist ist." Nur einer bleibt sich treu: Andreas Unterberger, als Presse-Chefredakteur nicht unbedingt ein Linksabweichler, macht auch jetzt aus seinem Herzen keine Mördergrube. Hammer und Sichel im Landtag sei, meint der neue Chef der Wiener Zeitung, nämlich immer noch "moralisch viel schlimmer als allzu üppige Subventionspraktiken."


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