"INDIEN" IM VOLKSTHEATER

Es geht noch tiefer

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

Der beste Beweis für die Qualität des Kabarettstücks "Indien" ist, dass es auch außerhalb seiner natürlichen Umgebung (NÖ) und ohne seine Autoren (Josef Hader und Alfred Dorfer) funktioniert. Zwischen Stuttgart und Hamburg wurde und wird das Wirtshausdrama erfolgreich nachgespielt; die Inszenierung, die jetzt im Volkstheater zu sehen ist, haben Michael Schottenberg und Heribert Sasse erstmals 1997 in Berlin gegeben, sie waren damit schon vor Jahren in Wien (Akademietheater) und unlängst am Stadttheater Klagenfurt zu Gast.

  Dass die Aufführung bestens eingespielt ist, merkt man. Die beiden Darsteller, die auch für die Regie verantwortlich sind, haben ihre Rollen so gut drauf, dass sie sich auf kleinste Feinheiten konzentrieren können. Schauspielerisch ist die Aufführung eine Delikatesse, was man von den im Stück servierten Cholesterinbomben nicht behaupten kann. Im Vergleich zur Originalbesetzung sind Schottenberg/Sasse erstens älter (was ohnedies besser passt) und zweitens


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