Kennen lernen

Kultur | GERHARD MIDDING | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

FILM Der französische Dokumentarfilmer Nicolas Philibert, bekannt durch seinen Schulfilm "Sein und Haben", ist ein neugieriger Beobachter mit Distanzgefühl. Das Filmcasino zeigt eine Werkschau. 

Es herrscht rauer Winter, das Vieh wird im Schneesturm zusammengetrieben, in dem kleinen Dorf in der tiefsten Auvergne ist den Kindern ein wenig bang auf dem Weg zur Schule. Die ersten Bilder in "Être et avoir" ("Sein und Haben") schüren unsere Sehnsucht nach Wärme und Behaglichkeit. Aber: Alles Mögliche hätten wir erwartet für den Moment, wo der Film endlich die Schule betritt - nur nicht diese beiden Schildkröten, die ganz sich selbst überlassen und mit heiterer Gelassenheit durch das Klassenzimmer kriechen. Es ist ein kleiner großer Kinomoment, mit dem Nicolas Philibert das Publikum in den Bann seines Films schlägt. "Der Zuschauer sollte nicht nur augenblicklich den Eindruck von Wärme und Geborgenheit gewinnen", erklärt er. "Das war auch eine Art, ihn vorzubereiten: Aufgepasst,


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