Leone fast forward

M. OMASTA / D. ROBNIK | Kultur | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

FILM Das Filmmuseum zeigt im Rahmen einer Retrospektive den neuen Film des Wiener Experimentalfilmers Peter Tscherkassky. 

Anfang und Ende. Einer macht das Fenster auf, zückt sein Fernrohr und blickt auf das, was auf ihn zukommt. Nach 15 Minuten der umgekehrte Vorgang: genug geschaut, Fenster zu, Schluss. Die beiden Szenen rahmen Peter Tscherkasskys neuen Film ein, der, über den Umweg eines Italowesterns quasi, Rückschau hält auf das Kino. Wie eine Betriebsanleitung für das Kino klingt der Titel des Films: "Instructions for a Light and Sound Machine".

  Nach dem Abschluss seiner CinemaScope-Trilogie (2001) hatte Tscherkassky ursprünglich an ein Requiem auf den Amateurfilm gedacht, doch als der Zufall ihm eine vernudelte Kopie von "The Good, the Bad, and the Ugly" (Sergio Leone) in die Hände spielte, landete er neuerlich beim großen Format. Die Kopie stellt das Ausgangsmaterial seines Films; mit "Instructions" sind jene Zahlen, Inserts oder Codebilder gemeint, die für das Kinopublikum

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