Jugend ohne Gott

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

THEATER Das Burgtheater eröffnet die Spielzeit mit Ferdinand Raimunds "Verschwender". Regie führt der Schweizer Stefan Bachmann, der nach einer steilen Karriere zuletzt zwei Jahre pausiert hat. Ein Porträt im Gehen. 

Stefan Bachmann kann nicht sitzen. Weil der Regisseur an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls laboriert, findet das Interview während eines Spaziergangs durch den Volksgarten statt. Nebenan, im Burgtheater, inszeniert er gerade Ferdinand Raimunds Zaubermärchen "Der Verschwender". Der in Berlin lebende Schweizer Bachmann hatte mit Raimund bisher nichts am Hut; in Züricher Schulen steht der depressive Wiener Komödienautor nicht auf dem Lehrplan, und auch auf die Theaterspielpläne verirren sich Raimunds Dramen außerhalb Österreichs nur selten. "Natürlich gibt es da drinnen so eine Wiener Seele, die ich wahrscheinlich nie begreifen werde", gibt Bachmann zu. Aber: "Von der Form her ist mir das ziemlich nahe."

  Mit der schrägen Fantasie österreichischer Dramatiker


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