Master of Darkness

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 37/05 vom 14.09.2005

MUSIKTHEATER Barrie Kosky verabschiedet sich mit "Hoffmanns Erzählungen" vom Schauspielhaus und zeigt, wie es mit ihm weitergeht: in Richtung Oper. 

Schwer zu sagen, ob Regisseur Barrie Kosky bloß ein Perfektionist oder schon ein Kontrollfreak ist. Bei der Voraufführung seiner Inszenierung von Jacques Offenbachs fantastischer Oper "Hoffmanns Erzählungen" im Schauspielhaus hat er die Erwartungen des Publikums jedenfalls vorweg ins Bodenlose gesenkt: "Wir bitten um Nachsicht, die Sänger werden markieren und die hohen Cs nicht singen." Routine kann man dem Mann schwer nachsagen, der sich auch diesmal wieder bei jeder Vorstellung live am Klavier ins Zeug legen wird. Dabei könnte Kosky durchaus gelassener sein. Das Ensemble war bestens bei Stimme, und über seine Zukunft braucht sich der 38-jährige Australier, der nach einem Zerwürfnis mit Co-Intendant Airan Berg frühzeitig das Haus verlässt, auch nicht machen: Die Opernhäuser reißen sich um den Bilderwerfer Kosky, der U- und E-Musik


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