Erinnerungen für die Zukunft

Extra | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

Der aus Wien gebürtige US-amerikanische Nobelpreisträger Walter Kohn wird bei den Wiener Wissenschaftstagen über Vergangenheit und Zukunft der Forschung diskutieren. Die Vorsitzende des EU-Beratungsgremiums EURAB Helga Nowotny leitet die Diskussion

Neunzehnhundertdreiundfünzig bekam ich einen Sommerjob bei den Bell Labs als Assistent von William Bradford Shockley, der gemeinsam mit John Bardeen und Walter Houser Brattain den Transistor erfunden hatte, wofür alle drei 1956 den Nobelpreis bekommen sollten. Die Bell Labs waren damals ohne Frage das weltbeste Forschungszentrum für Festkörperphysik, und damals gewann ich zum ersten Mal einen Überblick über dieses faszinierende Forschungsgebiet." So beschreibt der 1923 in Wien geborene Walter Kohn seinen ersten Kontakt mit Nobelpreisträgern, zu denen er schließlich auch einmal gehören sollte. 1998 erhielt der Physiker den Nobelpreis - für Chemie. Sein Interesse an Wissenschaft weckten die "außergewöhnlichen Lehrer Emil Nohel und

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