Drogen und Dröge

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Deutsche Wahl: Was war mit Kanzler Schröder los? Keine Drogen. Aber in den Medien: lauter Dröge! 

Kanzler Schröder auf Drogen? Lächerlich. Der vieldiskutierte Auftritt Gerhard Schröders in der sogenannten Elefantenrunde nach der deutschen Wahl bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF wird derzeit ebenso gern interpretiert wie das Wahlergebnis. Die anzügliche Frage des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, was Schröder denn vor der Sendung gemacht habe, wurde von diesem später beantwortet. Nichts als Kaffee und Wasser habe er getrunken. Nach einer Ermahnung durch Gattin Doris sagte er außerdem, so selbstkritisch, wie er es eben kann, sein Auftritt sei vielleicht "etwas zu krawallig" gewesen. Schröder hatte sich eine Entgleisung gegönnt. Er hatte nämlich soeben die Mehrheit verloren, aber den Kampf gegen die Medien gewonnen, die ihn fast einmütig längst verabschiedet hatten. Er war wieder da.

Die Medien hatten den Medienkanzler verlassen. Jedem,


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