Big Messy statt Big Easy

Politik | GÜNTER BISCHOF | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

NEW ORLEANS Tagelang ohne Strom, ohne Fernsehen, dafür immer neue Schreckensmeldungen aus dem Radio: Während Washington versagte, packte Amerikas Zivilgesellschaft selbstlos an. Tagebuchnotizen zur Hurrikankatastrophe. 

Noch immer werden in New Orleans Tausende Menschen vermisst, in Krankenhäusern und Altersheimen stießen die Rettungsmannschaften letzte Woche auf immer neue Leichenfunde. Währenddessen kehrten aber bereits die ersten Einwohner in die Vorstädte zurück und die Behörden revidierten die Zahl der Toten stark nach unten. Gingen sie unmittelbar nach dem Hurrikan "Katrina" noch von mehr als 10.000 aus, liegt die offizielle Opferzahl in New Orleans nun bei knapp 700.

  Günter Bischof, Direktor des Center Austria und Professor für amerikanische Geschichte an der University of New Orleans, überstand die Katastrophe als Evakuierter in Arkansas, konnte aber schon am Tag nach dem Sturm in sein intaktes Haus in Larose, einer kleinen Stadt unweit von New Orleans, zurück.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige