KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

Die aktuelle Schau in der Generali Foundation ist ungefähr so spannend wie ihr Titel: "Wie Gesellschaft und Politik ins Bild kommen" (bis 18.12.) präsentiert Arbeiten aus der Zeit, als Künstler soziologische Methoden für sich entdeckten, im Verbund mit zeitgenössischer Politkunst. Eindrucksvoll zieht sich die Foto-Text-Installation "Gallery-Goers' Birthplace and Residence Profile" von Hans Haacke über eine Wand. 1969 befragte der Künstler die Besucher seiner New Yorker Ausstellung zu ihrem Wohnort und fotografierte anschließend die Häuserfronten der Adressen. Das Revolutionäre bestand damals in der Fokussierung auf das Kunstpublikum; ansonsten ist die Arbeit rein empirisch. Stephen Willats teilte 1972 in Westlondon Fragebögen aus, um die Wohnsituation der Beteiligten zu erforschen und zu verbessern. Die Dokumentation bleibt aber hermetisch, man findet sich nur schwer in dem vielen Material zurecht. Ebenso das Projekt "Distributive Justice" von Andreja Kuluncic, das seine Recherchen


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