SPIELPLAN

Kultur | WOLFGANG KRALICEK, CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

Vier Jahre nach dem sensationellen Solo "Justus Neumann erschlägt sich mit dem Bügeleisen" hat der Wiener Ausnahmeschauspieler mit dem Erfolgsteam von damals, Karl Ferdinand Kratzl (Text) und Hanspeter Horner (Regie), eine Fortsetzung herausgebracht, die schon äußerlich eine Nummer kleiner geraten ist: Gespielt wird nicht im riesigen Theatersaal eines Praterwirtshauses, sondern in der Drachengasse, wo die Bühne fast zu eng ist für die Intensität dieses Schauspielers. Unter dem nicht nur orthografisch fragwürdigen Titel "Gilgamesch zum Todlachen" (bis 8.10.) gibt Neumann wieder einen unheimlichen Sandler, der diesmal aber möglicherweise auch eine Reinkarnation des Helden aus dem ältesten Epos der Weltliteratur darstellt. Am Ende beweist Justus Neumann, wie abwechslungsreich er bis 500 zählen kann; mit der Aufgabe, aus Gilgamesch einen echten Wiener zu machen, war aber sogar er überfordert.

  Vier Jahre ist es auch her, dass die Gruppe Drama Wien zum letzten Mal von sich hören


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