Heimsieg durch Eigentor

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

THEATER Volksbühne light: Die schmuddelige neue Volkstheater-Dependance Hundsturm eröffnet mit einer Doppelpremiere und überzeugt nur halb. 

Wer dieser Tage bei der U4-Station Margaretengürtel aussteigt, dem werden seltsame Spuren am Boden auffallen. Schwarze und rote Hundetatzen, die einen in eine bestimmte Richtung lotsen wollen. Folg dem Bernhardiner! Nach kurzer Zeit landet man auf der Margaretenstraße 166, wo das Volkstheater eine neue Nebenspielstätte eröffnet hat: den "Hundsturm". Neointendant Michael Schottenberg wollte neben der etwas dinosaurierhaft großen Bühne auch einen kleinen, trashigen Ort, an dem man schnell und billig produzieren kann. Das Vorbild ist unschwer zu erkennen: Man hat Orte wie den "Prater", den originellen "Bastard" der Berliner Volksbühne, im Auge. Dass man in seinem Fantum für Castorfs Volksbühne reichlich frech ist, sticht allerdings auch ins Auge: Nicht nur die Schrift auf dem Programmzettel ist geklaut (dieser punkige Kartoffeldruck), sondern


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