Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

Sex

The Message (1) Unlängst sah ich eine junge Frau, auf deren T-Shirt "Pornostar" zu lesen war. Was wollte sie damit sagen? Sie hatte weder aufgespritzte Lippen noch riesige Brüste, sie wirkte auf natürliche Weise hübsch und auch etwas schüchtern, sah also ganz und gar nicht wie ein Pornostar aus. Die Message ist also offensichtlich als Scherz zu verstehen. Aber ganz harmlos ist das T-Shirt auch wieder nicht: Wer es sieht, denkt unwillkürlich an Sex. Möglicherweise ist es ja genau das, was die Frau will. Aber wenn der erste Witzbold sie darauf anspricht ("Drah ma an Füm, Kollegin?"), wird sie vielleicht bereuen, nicht das "Zicken"-Leiberl angezogen zu haben. W. K.

Fussball

Das Champions-Syndrom Rapid laboriert am Morbus Champions League. Vor dem Bayern-Match war die Mannschaft so abgelenkt, dass sie gegen Admira nur ein 1:1 holte; nach dem Bayern-Match hatte sie andere Sorgen, musste aber trotzdem wieder gegen Admira spielen - und schaffte diesmal nicht einmal den Ausgleich. Es ist ein Teufelskreis: Wer in die Champions League will, muss Meister werden. Wer Meister werden will, sollte nicht in der Champions League spielen. Und wenn das so weitergeht, wird Admira doch noch Meister. W. K.

Mädchenzimmer

Alle meine Ex-Freundinnen (1) Damit das nicht zu Missverständnissen über meinen Charakter führt: ich bin ein sozial verträglicher Mensch. Und ich mag Frauen, bloß nicht diese Hühner. Aber wenn die Zeit wieder gekommen ist, muss ich mich von einem dieser Mädels trennen, die ich als Lebensabschnittsfreundinnen bezeichne. Begonnen hat das in der ersten Klasse Volksschule. Meine Freundin trug Brillen und war eine nervige Streberin, so eine Schönschreibfaschistin. Eines Nachmittags bei einer Kinderjause schmierte ich ihr dann einen Krapfen ins Gesicht. Seitdem habe ich beim Schlussmachen allerdings dazugelernt. J. O.


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