Fragen Sie Frau Andrea

Näkubi. Das Ding

Stadtleben | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

Liebe Frau Andrea,

wie heißt das Ding, das im Supermarkt oft sehr bestimmend und mit entschlossener Miene von Kunden vor beziehungsweise hinter mir aufs Förderband gelegt wird, um entsprechende Einkäufe voneinander zu trennen? Ist es der Einkaufstrenner - neuerdings mit Werbefläche - oder einfach das Nächster-Kunde-Staberl? Gibt es überhaupt einen Fachbegriff dafür? Niemand kann mir eine fachkundige Antwort geben. In großer Erwartung auf Ihre erhellende Antwort!

mbG, Barbara Lass, Wien

Liebe Barbara,

viele kluge Köpfe haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Max Goldt nennt den Separator etwa "Warenabtrennhölzchen". Die Kassenkraft in meiner Tante-Emma-Filiale meinte neulich, das Ding habe keinen Namen, auf mein Insistieren fiel ihr ein, das Ding könnte man ja "Kassastaberl" nennen. In der Schweiz heißt der leidlich beliebte Trennstab "Kassentoblerone", in Deutschland, wo sich eine Empfehlung der Süddeutschen Zeitung, das Ding "Warenstopper" zu nennen, nicht durchsetzen konnte, sind mittlerweile Begriffe wie Trennbalken, Trenni, Warenstaffelstab, Kassenbandriegel und "Näkubi" in Gebrauch. Näkubi, kurz für "Nächster Kunde bitte!". Tatsächlich heißt der Kassenstab "Warentrenner". So empfiehlt es das "Handbuch für Deutschland", herausgegeben von der Beauftragten der Deutschen Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

dusl@falter.at


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