STADTRAND

Verkehrt versperrt

Stadtleben | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

Es ist schon wieder passiert. Schon wieder hat sich ein Radfahrkollege versperrt und aus Versehen sein Fahrrad nicht nur an der städtisch-grünen Absperrstange festgemacht, sondern auch an meinem blauen Rad. Abends. Bei Regen. Weit weg von zu Hause. Schauen die Leute nicht, wo sie ihre garantiert unknackbaren Bügelschlösser durchfädeln? Kann man nicht wenigstens sein Rad rücksichtsvoll absperren, wenn man schon nicht rücksichtsvoll radelt? Zuerst habe ich in der Nähe einen Kaffee getrunken, um den Schlossbesitzer bei seiner Rückkehr persönlich zu fragen. Der kam aber nicht. Nach einer Stunde bin ich (zu Fuß!) zu Freunden gegangen und hab um zwei Uhr früh noch mal geschaut - mein Rad war frei. Aber auf meinen freundlich formulierten (ehrlich!) Brief hat der andere nicht reagiert. Kein Wort des Bedauerns, nichts, der Depp! Künftig meide ich die städtisch-grünen Absperrstangen und häng mein Rad dorthin, wo es sich gehört, an Verkehrsschilder nämlich. Wenn sie nicht grade wieder Dreieckständer mit Wahlwerbung dran festmachen. He! Was soll denn das? Das ist mein Absperrgebiet! C. W.


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