Pension Drechsler

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Stadtleben | aus FALTER 38/05 vom 21.09.2005

KAFFEEHAUS Nicht nur die Stammgäste sind verwirrt: Ohne Vorankündigung sperrte das Café Drechsler zu. Angeblich aber nicht für immer. 

Das Drechsler ist doch gar nicht geschlossen", behaupten die Damen in der Käsehütte. Der alte Herr Drechsler würde doch immer noch in der Früh mit dem Tablett über den Naschmarkt wandern und wie seit Jahrzehnten die Standler mit Kaffee versorgen. "Das Drechsler ist immer im Sommer zu", meint ein anderer Markthändler. Aber jetzt ist Mitte September. Das Lokal habe halt "seltsame Öffnungszeiten". Das Café Drechsler kennt fast jeder, meist als Endpunkt einer langen Reise durchs Nachtleben. Das Frühstück um vier Uhr in dem düster-patinierten Marktcafé ist legendär. Vielleicht bildete sich deshalb so rasch die urbane Legende, böse Vermieter hätten den Cafetier vor die Türe gesetzt. Sogar das Gerücht, demnächst würde ein Fastfoodkonzern in das Kaffeehaus an der Wienzeile einziehen, war im Umlauf.

  Seit 1. September ist Engelbert Drechsler,

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