Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Genug ist genug. Aber einmal müssen Sie noch hier durch: durch die Falter-Serie Hunde in der Großstadt. Wie versprochen warf der Falter, nach einem deprimierenden Resümee Wiener Zustände, unter dem Titel "Ça va bien, Lumpi?" einen Panoramablick in andere europäische Großstädte.

Paris: "1984 wurden nur zehn Hundebesitzer zu Strafen von frs 300.- bis 600.- (S 666 bis 1320.-) verurteilt. Bissiger Kommentar des Bürgermeisteramts: In New York werden alljährlich 50.000 Hundebesitzer bestraft!" Und das war noch lange vor der Rede von "Zero Tolerance"! Aber aus Paris kam erstaunliche Kunde. Ein Bürgermeister namens Jacques Chirac investierte Unsummen in die Aufklärung und schaffte Maschinen an, ein Motorrad zur Reinigung des Gehsteigs, die "Caninette", "eine umgebaute Yamaha 250", und die neueste Neuigkeit, die "Cynonette", "eine Art Rasenmäher, den man vor sich herschiebt, der geräuschlos und leicht ist (50 kg) und der speziell für Kies- und Sandwege erfunden wurde". Nett.

In Berlin hatte man andere Sorgen: Die Köter und ihre Punker-Halter. Bei denen würden "die Hunde vögeln, was das Zeug hält. Die absurdesten Bastarde bevölkern so die Punkerviertel Kreuzberg oder Schöneberg: ,Wenn du bei denen die Wohnungstür aufmachst, springen dich die Biester gleich an, lecken dich ab oder pinkeln dir in die Stiefel.' Igitt.'"

Einfacher machte es sich Italien in Genua und Rom. Streunende Katzen sorgten dort angeblich für das Containment der Hunde. Nur: "Wer nach Neapel fragt, dem soll gesagt sein, dass man nach Neapel keine Fragen stellt." A.T.


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