Bildung statt Burka

Politik | THERESA STEININGER | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

AFGHANISTAN Wie steht es vier Jahre nach dem Sturz der Taliban um die Rechte der Frauen? Beobachterinnen der Parlamentswahlen berichten. 

Vor wenigen Jahren durften sie nicht einmal allein auf die Straße. Heute strömen Frauen sogar in Wahllokale, manche mit einem lockeren Kopftuch statt der Burka, die den Körper vom Scheitel bis zum Knöchel verhüllt. Ein kleiner Etappenerfolg auf dem Weg zur Demokratie - auch wenn bei weitem nicht alle Afghaninnen von ihrem Recht Gebrauch machten. "Während der Wahl fühlten sich zahlreiche Frauen sichtlich unsicher und verzichteten deshalb auf die Stimmabgabe", erzählt die Europaparlamentariern Karin Scheele: "Es wundert mich aber auch nicht, dass sie die Situation als gefährlich einschätzen, wenn an jeder zweiten Kreuzung ein Panzer steht."

Die Sozialdemokratin Scheele war unter jenen Abgeordneten, die das Europäische Parlament nach Afghanistan geschickt hat, um die Parlamentswahlen am 18. September zu beobachten. Nach der Präsidentenwahl vor


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