"Auflage schießt keine Tore"

Medien | WOLFGANG LUEF | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

FUSSBALL Satire, Tiefgang und schräge Zugänge: Seit fünf Jahren betreibt das Magazin "Ballesterer" Sportjournalismus abseits des Mainstreams. Die etwas anderen Geschichten wird es weiterhin geben. Ansonsten soll sich einiges an dem Blatt ändern. 

Am Anfang war ein Publizistikseminar. Die Aufgabe: ein Special-Interest-Medium zu konzipieren. Reinhard Krennhuber, Fußballfan, schrieb mit einigen Studentenkollegen das Konzept für ein Fanzine namens Ballesterer. "Der Professor hat es mit sehr gut benotet", sagt Krennhuber nicht ohne Stolz. Also hat er beschlossen, das Projekt in die Praxis umzusetzen. Wenig später lag die erste Ausgabe vor: 300 Stück, im typischen Schülerzeitungslook, laserkopiert, handverteilt. Der Inhalt: Satiren, kleine Interviews, Essays und viele Rechtschreibfehler. Im Editorial spuckten die Blattmacher bereits große Töne: "Der Fußball und seine Berichterstattung bewegen sich in eine Richtung, die wir nicht mittragen wollen. Wir schätzen die Form des Balles

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