BEST OF GLOBALE BILDER

Wer nicht fragt, bleibt dumm

Kultur | <MAYA McKECHNEAY> | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Eine neue Welle der antirationalistischen Kulturkritik wird aufsteigen: pathosgeladene Proteste gegen die ,Vergletscherung der Seele', neue Familienwerte, eine Dosis neuer Religiosität, aber auch politisch, mystisch oder apokalyptisch auftretende widerständige Zirkel." - So Peter Glotz in seiner 1999 erschienenen Prognose zur Globalisierung, "Beschleunigung und Entschleunigung". Schon möglich, dass der deutsche Publizist Hanekes "Wolfzeit" oder Spielbergs "A.I." vorausgeahnt hat. Von einer Blüte des gar nicht mal so antirationalistischen Dokumentarfilms zur Jahrtausendwende ist bei ihm jedenfalls noch nicht die Rede.

Dabei standen jene Tendenzen, die wir unter dem etwas nebulösen Begriff der Globalisierung zusammenfassen, schon immer in Zusammenhang mit einer flächendeckenden filmischen Vermittlung: Den Auftakt zur "weltweiten Inszenierung der Gleichzeitigkeit" (Bernd Guggenberger) wollen einige bereits in der Berichterstattung während der Weltkriege, andere in der Fernsehübertragung


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