Kuppeln mit Kuppeln

Kultura | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

THEATER Menschen, Tiere, Sensationen: Das Volkstheater zeigt Ödön von Horváths "Kasimir und Karoline" als intimen Zirkus der Gefühle.

Das Zeug könnte Eis meinen. Schließlich kratzen Sabine Osthoff als Karoline und Jakob Seeböck als deren Rummelplatzbekanntschaft Schürzinger mit ihren Stanitzeln an der tollen, vielkuppeligen Bühnenskulptur, die wie ein riesiger, gelbgrüner Eisberg auf der Drehbühne des Volkstheaters liegt, und schlecken genüsslich davon.

Oktoberfest ist in München. Der Berufskraftfahrer Kasimir (verhalten geladen: Thomas Kamper) ist arbeitslos geworden und glaubt, seiner Karoline jetzt nichts mehr bieten zu können. "Man muss das immer trennen, die allgemeine Krise und das Private", behauptet sie. Doch als der Schürzinger meint, die beiden Komplexe seien "unheilvoll miteinander verknüpft", verunsichert sie das einigermaßen. Da fährt der neue Kavalier gleich noch eine Runde Hochschaubahn mit ihr. Kasimir, der die beiden argwöhnisch beobachtet und belauscht,


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