KUNST KURZ

<NICOLE SCHEYERER> | Kultur | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Neben dem Freihausviertel und der Eschenbachgasse entsteht nun auch rund um die Seilerstätte ein Galerienkonglomerat. Krinzinger, Steinek und Feichtner haben neue Nachbarn bekommen. Für die Galerie Grita Insam (1., An der Hülben 3) ist es bereits der fünfte Umzug. Der aber hat sich wirklich ausgezahlt. Anstatt dem Auslaufmodell "Altbauwohnung als Galerie" stellt jetzt auch Insam in einem attraktiven Geschäftslokal aus. Der Künstler Mateo Maté weiht den großzügigen Raum mit der Schau "Delirios de Grandeza" (bis 29.10.) ein. Der Spanier schweißt Symbole von Nation, Staat und Militär mit harmlosen Objekten aus der häuslichen Sphäre zusammen. Da werden etwa Tischtücher zu Fahnen oder Wohnungspläne zu Schlachtskizzen. In dem Video "Nacionalismo Doméstico" geht es deftig zu, wenn Maté Filmszenen vom Kochen und Essen mit Hollywoodschlachten gegenschneidet. Einzelne Arbeiten fallen zwar plakativ aus, aber insgesamt ist die Schau witzig und klug choreografiert. Besonders gelungen

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