BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Der Akt-Fotograf Helmut Newton und das Nacktmagazin "Playboy" stellen gewissermaßen eine natürliche Symbiose dar. Sollte man meinen. Doch einigen Bildideen des im letzten Jahr verstorbenen Fotografen konnte die Zeitschrift wenig abgewinnen. So machte Newton für seine letzte Story Aufnahmen naturgetreuer Sexpuppen. "Sie waren so abstrus, dass wir nicht wussten, wohin damit", erinnert sich der Bildredakteur Gary Cole. Auch eine Bildstrecke aus dem Jahre 1977, die zwei Frauen in sexuellen Posen zeigt, blieb unveröffentlicht. Ob es daran lag, dass die eine Frau einen halben Meter größer war als die andere? Die Fotos von Nastassja Kinski kamen besser an: Die Schauspielerin schmust in einem Schwimmbad mit einer Marlene-Dietrich-Puppe. Im Bild: Helmut Newton mit Kristine de Bell, 1976.

Playboy: Helmut Newton. Mit einem Vorwort von Hugh Hefner und Texten von Walter Abish und Gary Cole. München 2005 (Schirmer/Mosel). 169 S., O 41,- / M. D.


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