Grenzwallkulinarik

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

neues lokal Das Novelli eröffnete im Anker-Haus eine Kantine, die aber erstens keine Kantine und zweitens auch kein Italiener ist.

Die Geschichte des Novelli ist ja ein bisschen wechselhaft: Zu Jahresbeginn 1999 eröffnet und in Blitzesschnelle zum Lieblingslokal der Wiener Society geworden, machte im Frühling 2002 Restaurantchef Fabio Giacobello dann sein eigenes Lokal fabios auf, was dem Novelli kurzfristig eine harte Zeit bescherte. Nach diversen Experimenten konsolidierte man sich allerdings wieder, Geschäftsführer Andreas Mikulits verweist stolz auf wieder prominent gefüllte Gästelisten, das beschädigte Selbstbewusstsein wächst nach.

Diese Vorgeschichte muss man kennen, um zu verstehen, warum ein Lokal, das eigentlich eine Kantine für die Anker-Versicherung hätte sein sollen, dann so aussieht wie das vorige Woche eröffnete Limes: riesengroß, von kontemporär furnierten Bars und Theken durchzogen, mit einem durch Gardinen transparent abgeschirmten Bistrobereich und einer


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