wieder am markt

Rote Kugerln

Stadtleben | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Die Entdeckung der Hagebutte als essbare Frucht muss aus Zeiten stammen, als die Menschen entweder enormen Hunger litten oder irrsinnig viel Zeit hatten oder beides. Das Entkernen dieser Dinger ist nämlich ein Wahnsinn. Für eine Hagebutte braucht man (oder besser: ich) etwa eine Minute. Leichter ist das mit den Preiselbeeren, die in der Steiermark bekanntlich zum Schnitzel gegessen werden, beide gibt's jetzt jedenfalls am Markt: Hagebutten halbieren und entkernen, gleiche Menge Preiselbeeren nehmen, mit klein gewürfeltem Ingwer, frischem Chili, Pfeffer, Sojasauce und braunem Zucker in Rotwein köcheln. Nach zirka zwanzig Minuten Deckel runter, rühren, bis Konsistenz cremig, dann durch Sieb streichen. Ein bisschen davon zum kurz gebratenen Rehfilet - genial!

Preiselbeeren (E 6,40/kg) und Hagebutten (E 3,80/kg) bei Edith Jarosch, 4., Naschmarkt 28-30.


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