VORWORT

Sie nannten ihn Mücke

Steiermark | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Elefantenrunden sind von Natur aus ein wenig so wie die Tiere, nach denen sie benannt sind. Schwerfällig. Wenige Tage vor einer Wahl sitzen die über Wochen intensiven Wahlkämpfens antrainierten Phrasen so gut, dass absolut nichts Spontanes mehr über die Lippen der SpitzenkandidatInnen der wahlwerbenden Parteien kommen will. Das mindert ein wenig den Unterhaltungswert derartiger Debatten. Vom Informationswert ganz zu schweigen. Und es lähmt die Zuseher vor den Fernsehgeräten. Am Sonntag, als die Kandidaten der fünf derzeit im steirischen Landtag vertretenen Parteien einander lustlos mit Bausteinen aus ihrem Wahlbaukasten bewarfen, war das nicht anders. Weder die bemühte Moderation konnte daran etwas ändern noch die grüne Spitzenkandidatin Ingrid Lechner-Sonnek, die ihren besten Auftritt ever hinlegte. Die Landesmutter war krank, Franz Voves war Franz Voves, was BZÖ-Chef Michael Schmid und FPÖ-Chef Leopold Schöggl waren, weiß der Kuckuck, und Gerhard Schröder war nicht eingeladen.


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