Nichts ist vergessen

Steiermark Politik | NORBERT MAPPES-NIEDIEK | aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

NEUES BUCH Lehrreiches für Jung- und Neusteirer: von der steirischen Ideologie, lokalem Geheimwissen und längst vergangenen Zeiten. 

Große Länder und große Städte funktionieren nach Regeln, die jeder versteht. Viele Menschen, die einander nicht kennen, müssen schließlich irgendwie miteinander auskommen. Kleine Länder und kleine Städte funktionieren anders. Die schon immer dort gelebt haben, kennen sich von klein auf. Das genügt. Wer von außen kommt, wird nie verstehen, was hier vorgeht. Wer nachwächst, hat zu warten, bis die eigenen Kindergartenfreunde in Positionen gekommen sind. Dann verfügt auch er (oder sie) über ein vollständiges Soziogramm der steirischen Gesellschaft.

Wer nicht dazugehört und von den Ereignissen im näheren Umfeld trotzdem etwas verstehen will, ist darauf angewiesen, dass von den Alteingesessenen einer aus der Schule plaudert. Das macht, neben anderem, den Wert eines Büchleins aus, das der Standard-Chefredakteur Gerfried Sperl gerade noch rechtzeitig


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