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aus FALTER 39/05 vom 28.09.2005

Es scheint fast ein Naturgesetz: unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September, von Madrid und von London machten die Aktien der Sicherheitsindustrie jeweils einen ordentlichen Sprung nach oben. In Zeiten des Terrors - und des Kriegs dagegen - lohnen sich Investitionen in Biometrie, Verschlüsselungstechniken und Überwachungstechnologie. Über vier Milliarden investieren die USA allein in diesem Jahr in Sicherheit. Der Nachholbedarf der EU ist gewaltig: Abhilfe soll das 7. EU-Rahmenprogramm schaffen, das 2007 anläuft und einen eigenen Sicherheitsschwerpunkt haben wird.

Auch auf nationaler Ebene hat die Sicherheitsforschung Konjunktur. Ein im August vorgestelltes Forschungsprogramm - Laufzeit bis 2013 - ist mit 105 Millionen Euro dotiert. Durch das Programm sollen etwa neue Techniken in der Verbrechensbekämpfung entwickelt werden, so Vizekanzler Hubert Gorbach.

Technik allein sei zu wenig, behauptet hingegen der Kriminalsoziologe Wolfgang Stangl. Er plädiert für "Comprehensive Security",


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