DOLM DER WOCHE

W. Haslauer

Politik | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

Wilfried Haslauer bringt es wohl nie zu einem Frauenversteher. Vor kurzem zettelte Salzburgs schwarzer Landeshauptfrau-Stellvertreter eine derart absurde Antiabtreibungsdebatte an, dass ihn die Frauenministerin höchstpersönlich rüffelte, weil der gerlernte Jurist im zweiten Jahrtausend noch immer die Fristenlösung infrage stellte. Dieser Tage bringt Haslauer nun seine rote Chefin Gabi Burgstaller zur Weißglut. Er weigert sich nämlich, Salzburgs längst fälliges Gleichbehandlungsgesetz zu unterzeichnen, obwohl die Kommission schon Klage beim Europäischen Gerichtshof eingebracht hat. Damit müssten sich "bessere Männer hinten anstellen", zetert Haslauer, man könne nicht eine Generation von Männern für die Vergangenheit bestrafen, man solle lieber mehr tun, damit Frauen mit Kindern nicht benachteiligt werden. Mit diesen Ansichten gehört der Mann an den hintersten Wirtshausstammtisch im Pinzgau - aber sicher nicht ins Landhaus.


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