Guerilla & Salonsteirer

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

DRESSCODES Welche Mode und Monturen stellen Funktionäre, Fans und Fußvolk der Parteien im Wiener Wahlkampf zur Schau? Und lassen ihre Klamotten Rückschlüsse auf die Gesinnung zu? Ein Stylecheck. 

Trotz der obligaten Tarnjacke erspäht man den eingefleischtesten aller HC-Strache-Fans schon aus Hunderten Metern Entfernung. Der Mann lässt kaum einen Wahlkampfauftritt seines Idols aus. Selbst den am Siebenbrunnenplatz in Margareten nicht, wo der FPÖ-Chef auf einer Minitribüne vor Minipublikum zum x-ten Mal über asoziale Asylwerber und ausgschamte Ausländer herzieht. Seine absolute Lieblingsmontur kramt Straches auffälligster Anhänger aber nur bei wirklich feierlichen Anlässen aus dem Spind, äh ... Schrank. Etwa am 1. November, wenn die Tarnjacke alljährlich mit ihren Gesinnungskollegen am Grab des ehemaligen NS-Luftwaffenmajors Walter Nowotny am Zentralfriedhof aufmarschiert: "Da ziag i wieder meine Bock mit de Stahlkapp'n an!" Heute stecken die Füße bloß in harmlosen Trekkingpatscherln.


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