"Ein kompletter Blödsinn"

Medien | GERALD JOHN | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

ORF Eine unangenehme Geschichte holt "Report"-Chef Jelinek ein. Hat er die Unwahrheit gesagt? 

Im verflixten siebten Jahr kam die Geschichte an die Öffentlichkeit: Vor ein paar Wochen wurde bekannt, dass ORF-Redakteur Gerhard Jelinek 1997 mit seiner privaten PR-Firma Creatext einen Auftrag des ÖVP-Unterrichtsministeriums angenommen hatte. Ein unabhängiger Journalist lässt sich von einer Regierungsstelle für eine Kampagne bezahlen - keine gute Optik. "Das war ja keine politische Geschichte", verteidigte sich Jelinek, der mittlerweile die Sendungen "Report", "Pressestunde" und "Offen gesagt" leitet, im Standard. Außerdem sei die Story ein alter Hut: Seine Firma entfalte "schon lange keine Aktivität" mehr.

  Tatsächlich? Das Firmenregister des Kreditschutzverbandes (KSV) spuckt Informationen aus, die Jelinek widersprechen. Demnach habe sein Unternehmen von 2000 bis 2004 Umsätze gemacht, die sich zwischen 100.000 und 140.000 Euro bewegten. Hat Jelinek also die Unwahrheit gesagt?

  Seit


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