Kommentar

Volksoper Wien: Holt Harald Serafin!

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

Letzte Woche hat's im Wiener Opernhimmel wieder mal ordentlich gekracht. Volksoperndirektor Rudolf Berger gab am Dienstag (kurz nach Redaktionsschluss des letzten Falter) bekannt, dass er seinen bis August 2008 laufenden Vertrag bereits im Sommer 2007 beenden wird. Das mag sich so noch einigermaßen harmlos lesen, lässt als Warnsignal an die Verantwortlichen in Kunststaatssekretariat (Franz Morak) und Bundestheater-Holding (Georg Springer) aber nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig: Wenn ausgerechnet Berger, der 2003 als Retter des gebeutelten Hauses präsentiert wurde, ausgerechnet jetzt, zu Beginn seiner dritten Spielzeit - der ersten, die er ganz nach eigenen Vorstellungen gestalten konnte -, den vorzeitigen Rücktritt ankündigt, dann muss Feuer am Dach sein.

In mehreren Interviews betonte Berger, dass es am "Vertrauen zwischen der Kulturpolitik und der Volksoper" mangele. Es bedarf keines Psychologiestudiums, um zu verstehen, was er damit meint: Die Vorgaben, unter denen das Haus


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