WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

Getrennt von Chips und Bett

Es begann mit einem kleinen Streit. Wir sind explodiert und haben uns üble Dinge an den Kopf geworfen. Ich sagte: Geh halt, du liebst mich eh schon lange nicht mehr! Er stand auf, die Tür fiel ins Schloss. Ich war wie paralysiert! Als er mir später den Wohnungsschlüssel vorbeibrachte und Kartoffelchips, die wir so gern gemeinsam aßen, wusste ich: Ich habe meinen Partner, meinen besten Freund und meine Familie verloren! Es tat so weh! (Bricht in Tränen aus.)

Simone im Woman-Interview. Aber es geht aufwärts:

Ich gehe vorbehaltlos auf Männer zu! Sogar mit einem Geschiedenen könnte ich mir eine Beziehung vorstellen ...

Sagen wir

Es wäre reizvoll, darüber zu spekulieren, wie er heute auf Ich-Aktionärinnen und -Aktionäre "geantwortet" hätte, denen die vermeintliche Marlene-Freiheit noch wesentlich dramatischer den Blick auf reale Einschränkungen versperrt, als dies in den 70er-Jahren der Fall war. Sagen wir: An den Dynamiken des Unter- und Überlegenseins hat sich wohl wenig geändert - bei Fassbinder treffen sie aber gerade auf eine Schutzlosigkeit, die sich der Korsette des 19. Jahrhunderts und der Weltkriegsjahre halbwegs entledigt meinte und seit ein paar Jahren wieder einiges an Panzerung und Etikette verordnet bekommt.

Sagen wir: Claus Philipp versucht uns im Burgtheater-Magazin Vorspiel etwas Wichtiges mitzuteilen.

All about Sebastian

Dienstag Abend präsentierte Sebastian Grimus die chilligen Saxophonklänge seiner neuen CD "Grimus 1970".

Ah ja. Und wer ist noch mal schnell Sebastian Grimus?

Sebastian Grimus ist ein sympathischer Saxophonist mit musikalischem Feingefühl und einem Gespür für Trends.

Schreibt einer, der es wissen muss: Sebastian Grimus.

John der Woche

Da blüht am Zwerchfell die Gänsehaut.

Rudolf John muss zum Arzt.


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