Leichtmatrose Haußmann

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

FILM Leander Haußmanns Militärsatire "NVA" ist besser als der Ruf, der ihr im deutschen Feuilleton vorauseilt. Der "Falter" traf den ehemaligen DDR-Soldaten, Regisseur und Romanautor zum Gespräch. 

Ob er die deutschen Kritiken zu "NVA" schon gelesen hat, ist nicht ganz klar. Zumindest wirkt Leander Haußmann beim Interview in Wien etwas erholungsbedürftig, er selbst nennt es "ausgepowert", und verlegt die Gespräche mit den Journalisten vom vorgesehenen Kaffeehaus auf die Panoramaterrasse seines Hotels in Neubau. Die ist tatsächlich wunderschön, eine Wiesenlandschaft hoch über der Stadt, und wirkt mit Gartenstühlen und Getränketablett ein bisschen wie Urlaub.

  Die deutschen Zeitungen jedenfalls meinen es nicht gut mit Haußmanns zweiter komödiantischen Annäherung an die DDR nach dem internationalen Erfolg von "Sonnenallee". Albernheit und Verharmlosung lautet der pauschale Vorwurf, und er springt einem schon aus den Überschriften entgegen: "Zonenkindereien" (FAZ), "DDR als


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