Sturm auf die Burg

Steiermark Politik | DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

LANDTAGSWAHL Nach sechzig Jahren praktisch unangefochtener ÖVP-Herrschaft fiel die schwarze Mehrheit in der Steiermark. Die Chronik eines Wechsels. 

Sonntag, 15.08 Uhr: In der Parteizentrale der ÖVP herrscht Schweigen, nur ein Funktionär lässt seinen Emotionen freien Lauf: "Au Scheiße, ich hol mir noch eine Mischung." Andere tippen Kurznachrichten in ihr Handy. Sven Pöllauer, Geschäftsführer der Grazer ÖVP schreibt: "440 Ausgezählte, SPÖ ist gerade nach vorne gerutscht." Senden an: "Bürgermeister". Zu diesem Zeitpunkt zeichnet sich erstmals ab, dass die SPÖ am Ende vorne liegen wird. Der Vorsprung ist zuerst hauchzart, aber je mehr Gemeindeergebnisse eintrudeln, umso deutlicher wird, dass die sechzig Jahre ÖVP-Herrschaft in der Steiermark der Vergangenheit angehören.

  Eine herbe Enttäuschung für die ÖVP, aber für viele Insider keine echte Überraschung. Bereits seit Wochen sagten alle Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. Immer öfter lag zuletzt SP-Spitzenkandidat


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