Vor dem Kulturbruch

Steiermark Politik | HERWIG G. HÖLLER | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

ROTE STEIERMARK Die siegreiche SPÖ übt sich in Demut und kündigt eine neue politische Kultur für die Steiermark an. 

Sonntagnachmittag, in der Fernsehdiskussion zeichneten sich neben BZÖ-Chef Gerald Grosz noch zwei weitere, diesbezüglich sonst eher unverdächtige Herren durch ihre steirische Kleidung aus: Franz Stephan Parteder von der KPÖ, der das Sakko seines verstorbenen Onkels nur an Wahltagen und am ersten Mai trägt, und SPÖ-Landesparteigeschäftsführer Hans Marcher. Die Steiermark sei immer ein ÖVP-Land gewesen, erläuterte Marcher Stunden später seine eher ÖVP-kodierte Anzugwahl, und das könne sich auch an einem Wahltag nicht plötzlich ändern. In den nächsten fünf Jahren hingegen wird sich in einer SPÖ-dominierten Steiermark mit hypothetischer rot-roter Mehrheit im Landtag wohl einiges verändern. Nach einem ersten Siegestaumel am späteren Nachmittag gaben Spitzenvertreter der steirischen Sozialdemokraten am Rande ihrer Feiern bereitwillig und bemüht demütig


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