Wenn sich die Dinge zeigen

Extra | CONSTANTIN WULFF | aus FALTER 40/05 vom 05.10.2005

ESSAY In ihrem Debütfilm "El cielo gira" dokumentiert Mercedes Álvarez, wie der Ort, in dem sie geboren wurde, von der Landkarte Spaniens verschwindet. 

Ein Dorf verschwindet. Aldealsenor, im Norden Spaniens. Ein Ort, der noch von 14 Menschen bewohnt wird, einer letzten Generation. Wie viele andere Siedlungen in der Provinz, die ihre Bevölkerung verlieren, droht das Dorf bald von der Landkarte zu verschwinden.

  In Aldealsenor ist die Regisseurin Mercedes Álvarez zur Welt gekommen. Sie wurde als letztes Kind dort geboren, Mitte der Sechzigerjahre. Als sie drei Jahre alt war, verließ auch ihre Familie das kleine Dorf. Mit ihrem Film "El cielo gira" kehrt sie nun wieder an den Ort ihrer Kindheit zurück.

  "El cielo gira" (Der Himmel dreht sich) ist eine Spurensuche, ein persönliches Porträt der letzten Bewohner und Bewohnerinnen von Aldealsenor und ihrer Lebensbedingungen. Von Anfang an geht Mercedes Álvarez jedoch über den Rahmen des Privaten hinaus: Sie reflektiert ihre Erkundungen


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