Nach Wien die Wende?

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

WAHLEN Die Opposition gewinnt in den Ländern, die Regierung wirkt schwer angeschlagen. Erinnerungen an 1999 werden wach: Sind die Österreicher wieder in Wendestimmung? 

Die Regierung bietet ein jämmerliches Bild. Hilflos holen sich die Koalitionsparteien bei den Landtagswahlen eine Watsche nach der anderen ab. In Scharen laufen die kleinen Leute, geschröpft und verraten, zum charismatischen Oppositionsführer über. Der verspricht ihnen ein soziales Eldorado. Und kann den Sekt für den Tag der Machtübernahme bereits einkühlen.

  So lief das die letzten Monate - im Jahr 1999. Bei den Nationalratswahlen im damaligen Herbst legte Jörg Haiders FPÖ mit großen Zugewinnen den Grundstein für die Wende. Nach dreißig Jahren, in denen die Sozialdemokraten durchwegs den Kanzler stellten, kam eine schwarz-blaue Regierung ans Ruder.

  Die Geschichte könnte sich unter umgekehrten Vorzeichen wiederholen. Zumindest glaubt das Alfred Gusenbauer. "Es ist unbestreitbar, dass die Menschen in


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