Cafetier als Pleitier

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

AFFÄRE In Deutschland baute Franz Grundwalt, Bezirksvorsteher der Innenstadt, einen kapitalen Konkurs. Der ÖVP-Politiker muss sich vor Gericht verantworten. 

Die Schuldenmacher, das sind immer die anderen. Zumindest, wenn die ÖVP im Wahlkampf steht. Gerne schimpft die Bürgerpartei dann über die Misswirtschaft ihrer Gegner, etwa derzeit in Wien, wo sie die "Gebührenlawine" und "Geldverschwendung" anprangert. Seit eh und je gehört zum Selbstverständnis der konservativen Politiker: Mit Geld kann die Volkspartei am besten umgehen.

  Nicht alle schwarzen Amtsträger scheinen leuchtende Vorbilder zu sein. Franz Grundwalt, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt und prominente Figur der Wiener Kaffeesiederszene, hat eher bescheidenes Finanzgeschick bewiesen. Mit zwei Lokalen in Deutschland schlitterten Grundwalt und ein Kompagnon in einen kapitalen Konkurs. Bis zum bitteren Ende butterten die Teilhaber Geld aus Krediten in ihr Unternehmen, obwohl dieses laut Masseverwalter schon früh überschuldet


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