WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

Reflexion im Erweiterungsbau

Kunst, Wissenschaft, Sprache und Öffentlichkeit reflektieren namhafte KünstlerInnen im und am ästhetisch ansprechenden Erweiterungsbau der Universität zur räumlichen und zur symbolischen Akzentuierung: Sosein und Anderssein, Ein-, Zwei- und Mehrsprachigsein, Dasein zwischen Tun und Nichtstun.

Aus einer Broschüre der Alpen-Adria Universität Klagenfurt.

Allzeit bereit

Die Universität Klagenfurt als der Ort kreativen Tauziehens mit sich, mit anderen und anderem, immer bereit, das Beste zu wünschen und zu sollen, setzt auf Beharrung und Wandel. So beharrt sie unverdrossen auf ihrer innovativen Rolle als Sinn- und Identitätskatalysator. Durch Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten nicht nur das Bessere erreichen zu können, sondern auch zu wollen, hat den Sinn, der kulturellen Landschaft deutlichere Konturen einzuzeichnen.

Klagenfurt, wir haben ein Problem: Der Sinnkatalysator dreht durch!

Total global

Die Universität Klagenfurt ist ganz global verstrickt.

Stimmt, der postmoderne Schwurbelsprech ist mit großer Verspätung nun auch am Wörthersee angelangt.

Im Jahre Jelinek

Das war ein schönes, bis zuletzt nicht alterndes Jahr. In diesen Tagen endet es, und wir werden es vermissen: das Jahr, zu dem der Vatikan nicht schweigen konnte; das Jahr, in dem eine Dankesrede zum Videoclip wurde; das Jahr, in dem österreichische Normaltrottel mit der Höchststrafe belegt wurden, indem man Elfriede Jelinek den Nobelpreis überantwortete. (...) So schön wird es nicht mehr. Bald wird ein amerikanischer Multimillionär bekannt gegeben oder der Marcel Proust der Sahelzone oder ein in Fachkreisen geschätzter Schilderer der Naturschönheiten des Malaysischen Archipels.

Ein Jahr, so recht nach dem Herzen österreichischer Ausnahmetrottel - besungen in deren Zentralorgan News.


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