Kill Till

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

KABARETT In "Kill Eulenspiegel" macht sich Alf Poier selbst den Prozess. Das Urteil nach der Premiere: im Zweifel für den Angeklagten. 

Wer ist stärker, Tsunami oder Hurrikan? "Beide san wüde Hund, aber der Tsunami scheißt si no weniger."

  Immer weniger scheißt sich offenbar auch Alf Poier. Der steirische Musiker und Kabarettist, der spätestens seit seinem spektakulären Antreten beim Song Contest 2003 (Platz sechs in Riga) ein Star ist, treibt in seinem vierten Programm, "Kill Eulenspiegel", nicht nur mit Naturkatastrophen Scherz. Der Abend beginnt mit einer Hinrichtung: "Der Clown Alf Poier wird zum Tod durch geistigen Selbstmord verurteilt", verkündet eine Hitler-Stimme aus dem Off. "Das Urteil wird sofort vollstreckt."

  Das kann ja heiter werden. Wird es auch. Aber zuerst muss Alf Poier noch ein paar Sachen loswerden. Zum Beispiel Witze erzählen, die der ORF nicht gesendet hat ("An der Christl Stürmer ist ein Riesentalent verloren gegangen. Das wäre eine Superfriseurin


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