NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

KLASSIK

Viktoria Mullova: Vivaldi

Onyx/Gramola

Es war schon eine kleine Sensation, als die klassisch-russisch ausgebildete Viktoria Mullova vor ein paar Jahren ihre Geige von modernen Stahl- auf historische Darmsaiten umspannte; mittlerweile geht ihre Liebe zum Originalklang sogar so weit, dass sie auch die barocke Bogentechnik verwendet. Nun hat sie sich mit dem Originalklang-Ensemble Giardino Armonico zusammengetan, um fünf der 253 Violinkonzerte Antonio Vivaldis einzuspielen, die mit zu den ersten Solistenkonzerten überhaupt gehören. Die Platte - auf der sich auch die berühmten Konzerte "Grosso Mogul" und op. 10/3 finden, die kein geringerer als J.S. Bach bearbeitet hat - ist nichts weniger als ein Volltreffer: So eloquent sich Mullova und ihre kongenialen Partner im mitreißend lebendigen Idiom der historischen Aufführungspraxis artikulieren, so wenig hat die Solistin doch vergessen, was sie einst in Russland zum Thema virtuose Sologeige gelernt hat.

CARSTEN FASTNER

Live: am 18.10.,


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